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Ob wir es wollen oder nicht: unser Wissen über das Alter ist geprägt vom Defizit-Risiko-Modell.

Ein paar Aussagen: gegen die Krankheit des Alters kann man nichts machen – Altern bedeutet, dem Abbau körperlicher Kräft bei der Arbeit zuzusehen – das Alter bring kaum erfreuliches – Alter ist Schicksal und kaum zu beeinflussen – u.v.m.

Oder man läuft mit Taping-Gebilden durch die Gegend.

Und wenn ich dir sage, dass die Zukunft des Alterns Kompetenzsache ist? Das gutes Alt werden die Zukunftsaufgabe jedes Einzelnen ist?

Das NEUE ALTERN gehört wahrscheinlich zu schwierigsten Aufgabe der Lebenskunst im 21. Jahrhundert.

Uns fehlen die Vorbilder!

Das hat gravierende gesamtgesellschaftliche Konsequenzen: Neue Bilder in den Köpfen zu erzeugen, die lebenslange Veränderung und Lernfähigkeit ( Neuroplaszidität ) als das Normale an sehen, als vielfältig, multi-direktional und multi-dimensional: growing older, growing old…alt wachsen, wie Bäume – ein schönes Bild. Und vitale Bäume sind über die Wurzeln miteinander vernetzt – helfen sich, unterstützen sich gegenseitig.

Die neue Psychologie des Alters relativiert auch die Ängste vor dem Sterben, vor dem Tod. Soziales Engagement kennt kein Alter, schmerzfreie Bewegung kennt kein Alter, Spitzen-Denkleistungen kennen kein Alter, Entrepreneurship kennt kein Alter… es ist immer Übungssache. Im Alter wird man auch freier und glücklicher.

Die neue Psychologie des Alters liegt im richtigen Tun! Vor allem im richtigen Tun zum richtigen Zeitpunkt.

Am 02. Mai 2018 war es wieder soweit: der Erdenverbrauchstag. Laut Berechnungen der Organisation Global Foodprint kommt der Tag für die Zukunft immer früher im Jahr. Ist ja auch logisch, denn wir Deutschen verbrauchen jedes Jahr drei Erden. Hört sich verrückt an, nicht wahr?

Seit 2009 ist der CO2 Ausstoß in Deutschland nicht mehr gesunken.

Es bräucht halt mehr Wälder, mehr Wiesen…gäh.

Nachverdichtung heißt das Programm in den Städten.

Wir machen jetzt Urban Gardening senkrecht an der Fassade hoch…oder auf den Dächern. Klimawandel…wieso…es müsst doch einfach nur mehr regnen. Aber nicht zu viel…

Wenn ich vor die Tür gehe, kann ich es wieder riechen….die Grill Saison hat begonnen. Im Supermarkt gibt`s kg Fleisch für 1,99…

Los, denke über Lösungen nach. …Fleisch ist immer noch zu teuer, oder?

Statistik: der Deutsche ißt durchschnittlich ca. 60 kg Fleisch pro Jahr – macht 5 kg pro Monat.

Die Lebensmittelinformationsverordnung soll den Verbraucher vor Irreführung schützen. Durch Sprache…also Wörter.

Wenn also eine Bratwurst keine orginal Bratwurst mehr ist, dann wird sie Bratstück genannt. Was da dann drin ist…also woraus es besteht, dass weiß nur…keine Ahnung.

Der Fantasie der „Hersteller“ sind kaum Grenzen gesetzt.

Die Verbrauerzentrale nennt manche Wurst auch schnittfestes Wasser. Das ist wahnsinnig billig – und der Verbraucher merkt es nicht. Und da Geschmack in Deutschland kaum eine Rolle spielt – kg eben für 1,89…/

Ach ja…das Bodenrecht. Muss das Grundstück unter einem Haus dem Eigentümer gehören? JA natürlich, sagt der Eigentümer – obwohl der Boden in der Stadt und grundsätzlich doch Allgemeingut ist, oder?

Das Bundes Verfassungsgericht hat dazu bereits 1967 etwas formuliert:

„Die Tatsache, dass der Grund und Boden unvermehrbar und unentbehrlich ist, verbietet es, seine Nutzung dem unübersehbaren Spiel der Kräfte und dem Belieben des Einzelnen vollständig zu überlassen.“

Schön, oder?

Was heißt das konkret: zwischen 1950 und 2018 sind die Bodenpreise in Münschen z.B. um 36.000 Prozent gestiegen. Keine Krankenschwester, Feuerwehrmann oder -frau, Arzt oder Politiker ( zumindestens einige nicht ) etc. etc., können sich von normal ordentlichem Gehalt in der Innenstadt eine Miet-Wohnung leisten.

Häuserblocks werden von amerikanischen Pensionsfonds in Deutschland aufgekauft – damit wir mit astronomisch steigenden Mieten die Renten in den USA finanzieren. Oder in anderen Ländern…Tja, dass ist halt die Aufgabe von Investmentfonds – die Rendite.

Der ein oder die andere staunt über sie Zusammenhänge…

Da fällt mir noch ein: in Freiburg ist gerade der grüne OB dramatisch abgewählt worden. Man munkelt, es sei ihm nicht mehr gelungen, sein Verständnis von Politik dem Bürger zu erklären – ist ja auch schwierig, wenn Bürgerbescheide nötig sind, um die Politik an ihre ureigendste Aufgabe zu erinnern.

 

 

Yesterday I was clever, so I wanted to change the World.

Today I am wise, so I am changing myself.

Rumi

 

 

In diesem Sinne ein besinnliches Weihnachten 2017

 

Theorie U in einem Satz: Wie kann ich den Ort, von dem aus ich handle, verändern? … (und: Warum sollte ich das wollen?)  / 2ter Versuch.

Was sagt denn Kurt Lewin dazu – einer von Otto Scharmers geistigen Mentoren am MIT: Man kann ein System nicht verstehen, solange man nicht versucht es zu verändern. – Das ist kraftvolles System Denken. Eine Disziplin lernfähiger Organisationen. Immer versuchen, das ganze System – wenigstens durch Repräsentanten – in den Raum zu holen, um mit sinnvollen Interventionen größmögliche Wirkung zu erzielen. – Logisch, denken Sie.

Als das erste Buch über Theorie U 2009 auf deutsch im Carl-Auer Verlag erschien, schrieb Otto Scharmer im Vorwort: Mit dieser Übersetzung ins Deutsche kehrt Theory U „nach Hause“ zurück. – Damit war gemeint – meiner Lesart nach – ein tiefes Verständnis von wissenschaftlicher systemtheoretischer Forschung im 20.Jahrhundert, das ohne phänomenlogische, epistemiologische und ontologische Quellenstudien deutscher Philosophen wie Husserl, Heidegger, Nietzsche und Wittgenstein nicht möglich ist. Scharmer nannte es den Feldgang – im Sprachgebrauch von Heidegger.

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Gestern hatten wir wieder einen Workshop mit 20 Menschen aus 6 verschiedenen Wohprojekten. Das Thema: Umgang mit Konflikten. Und obwohl wir in unserem Tagesworkshop insgesamt nur 4 Arbeitsstunden hatten, ist es gelungen, Menschen mit sehr unterschiedlichen Erfahrungen für das Feld des systemischen Konsensierens zu begeistern.

Seit sechs Jahren experimentieren wir bereits mit der Methode, haben viele Workshops veranstaltet und gelangen immer mehr in die Tiefenstruktur der Möglichkeiten, wenn die geistige Offenheit und Empathie als verkörperte Haltung präsent und spürbar im Raum ist. Nur so gelingt unserer Ansicht nach die Kunst der Verständigung als kreativer Prozess, der den sozialen Frieden in Projekten in Balance halten kann.

…und seid versichert: ich spreche hier nicht von zuckersüßen harmonischen Verläufen, dabei darf, kann und muss es auch mal richtig krachen. Verhandlungen über unterschiedliche Wert-Ansichten sind meiner Erfahrung nach sehr selten konfliktfrei. Warum auch? Wir wollen ja an einer Kultur arbeiten, die immer weiter lernt konstruktiv mit Konflikten umzugehen.

Hier unser nächster Praxis -Termin in unserem Labor für Morgen.

 

Geschafft. Wir haben neue Termine anzubieten für unsere Resilienz Tage: 21 Stunden Prozess non stop! Wir machen bewusst keine klassischen Seminarzeiten mit Unterbrechungen im üblichen Modus.

02. – 03. Dezember 2017

Hier geht es zur Ausschreibung.

Ja richtig. Am 18. Juni war der internationale Tag der Mediation. Einen Tag zuvor haben wir in unserem Gemeinschaftsgarten in Bonn den Tag der offenen Gesellschaft gefeiert. Über 60 Menschen kamen und es ging am offenen Feuer bis in die Nacht hinein.

Mediation…muss man das noch erklären? JA – hier. Ein Bundesgesetz zu Mediation haben wir mittlerweile auch und die Qualifizierung von Mediatoren und die damit verbundene Zertifizierung greift ab dem 01. Juli 2017.

Natürlich treffe ich im Alltag immer noch in vielen Situationen auf Menschen, die zwar davon gehört – selbst aber noch nie Erfahrungen damit gemacht haben.

Daher noch folgenden Hinweis in eigener Sache: Ethik entsteht selten bis nie in der dünnen Luft der Theorie, sondern der wahre Ort ist die stickige Atmosphäre konkreter Konflikte. Sie ist gebunden an konkrete Orte der Entscheidungen – immer Work in Progress.

Moralische Luftverschmutzungen zu reinigen, ist oft Teil des Jobs. Der Ort ethischer Reflexion ist dort, wo Sie es fast nie erwarten – es trifft Sie überraschend und die Haltung des frameholders – des Mediators – entscheidet immer mit darüber, ob es gelingt.

Wie sagte der wunderbare Schriftsteller Friedrich Dürrenmatt:

Das Wirkliche ist nur ein Sonderfall des Möglichen und deshalb auch anders denkbar. Daraus folgt, dass wir das Wirkliche umzudenken haben, um ins Mögliche vorzustoßen.

Und das ist notwendige Arbeit!!


Anfang Mai, bei unserem Wochenende „Resilienz für Kriegsenkel in beruflicher Verantwortung“ am Benediktushof, entstand aus der Dynamik des Geschehens heraus ein neuer Schreib-Impuls:Um die Wende vom Leiden an den eigenen Beschädigungen hin zur Ressourcenperspektive zu unterstützen, luden wir die Teilnehmenden ein, spontan einen Liebesbrief an ihre „Macke“ zu schreiben. An ihren Schatten, ihre Schwäche, die eigene „Unperfektheit“; an das, was sie am meisten nervt und am leichten Leben hindert.

Was entstand, waren Briefe an eine Krankheit und an (Verlust-)Ängste, an die eigene Fluchttendenz, innere Ohnmacht und an das grenzenlose Verantwortungsbewusstsein. Bezaubernde kurze Dokumente voller Zorn und warmherziger Verzweiflung, voller zerzauster Zuneigung und selbstironischem Witz, voller Entschlossenheit und Akzeptanz.

„Ich lasse das Leiden nicht gehen, bevor es mir nicht sein Geheimnis verraten, seinen Schatz offenbart hat“, sagte einmal sinngemäß ein israelischer Rabbi. In diesen  – aus dem Moment heraus – entstandenen Liebesbriefen blitzten die Schätze in den Beschwernissen auf, die unser Kriegsenkel-Sein zu einer so speziellen Ressource machen.

Einiges mehr zu unserem Ansatz „Resilienz für Kriegsenkel“ haben wir in einem Beitrag zu dem Sammelband NEBELKINDER                          aufgeschrieben.

Das nächste Mal sind wir zu diesem Thema am 6.-9. Februar 2018 am Benediktushof, dann mit einem Angebot für Kriegsenkel in Führungsverantwortung.

Was hat die Kunst des achtsamen Älterwerdens mit Bäumen und Spiral-Drehung zu tun?

lesen Sie hier…

4 Augen in Präsenz

Die Begegnung. Das Szenario.

Zwei Stühle – ein Tisch – geschützter Raum um uns – Kreativmaterial für Ideenflüge – Präsenz ( wirklich achtsam anwesend, hellwach, zugewandt, neugierig, lauschend – deep listening, fragende Haltung…kein Downloading) – lecker Tee oder Cafè, Zeitdehnungserfahrung, eine Menge Empathie und Loyalität, systemisches Denken als gutes Handwerk, die Tiefe und Ruhe einer reflektierten Erfahrung, Herzeswärme, vielleicht ein Gefühl des Ankommens…des Verstanden werden…

Bereitschaft und Offenheit, sich einlassen auf Neues, Unbekanntes, Überraschendes…auf spielerische Entwürfe, Rapid Prototyping – vor dem Reality Check, dem Proof of Concept

Manche nennen es Coaching…

Stimmt die Chemie zwischen uns, wird <es<, werde ich für dich nützlich und hilfreich sein. Mir ist egal wie es heißt. Denken wir uns doch was aus…

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