Die Zahl erschöpfter Menschen in unserem Land wächst von Tag zu Tag. Viele haben sich eine Lebensführung antrainiert, die sie direkt ins Burnout befördert - später oder zunehmend immer früher. In den Disziplinen Psychologie und Medizin wird zum Teil noch heftig darüber gestritten, ob es eine klare und eindeutige Definition als diagnostische Grundlage für Burnout gibt. Da Burnout an sich keine Krankheit ist, das Entstehen eines Burnout-Syndroms in seinen Entwicklungsphasen hingegen aber ein komplexer Vorgang ist, wird das Problem einer eindeutigen Definition verständlich: jedes Leben ist erstmal einzigartig anders - aber in Aktionen vergleichbar.
Im Coaching höre ich oft von Ängsten, zB rauszufallen, zurückzufallen hinter Leistungsstandards des Teams oder generell, vom Stress mangelnder Fehlertoleranz in den Unternehmen, Angst den Arbeitsplatz zu verlieren bei längerer Krankheit oder wenn Mann/Frau nicht immer “vorne dabei” ist. Oft stellt sich dann schnell heraus, dass die innere Stimme des Zweiflers an der Sinnhaftigkeit des eigenen Tuns auf unterschiedliche, individuelle Art zum Schweigen gebracht wurde. Es muss halt weitergehen, denn die Angst vor Verlust sitzt tief, sehr tief. Zweifel werden auf später verschoben, wenn das Haus abbezahlt ist, die Kinder groß und aus dem Haus, der nächste Karriereschritt gemacht…dies noch, das noch…nur nicht innehalten, nicht zur Besinnung kommen. Bis der Körper das erledigt, weil das Maß voll ist. Der Zeitpunkt für Vernunft und Einsicht kommt oft erst in der Rheaklink, wenn Sie auf einen guten Therapeuten treffen sollten.
Aus Erfahrung breche ich eine Lanze für die selbstverantwortete Prävention, ein Wort, das bald wieder Trend oder cool sein wird. Die Prävention, die ich meine, kommt aus der philosophischen Tradition. Wie im Titel des Beitrags oben steht: philosophieren hilft bei Burnout. Nachdenken über das eigene Leben, am besten mit anderen zusammen, kann eine bewusst gewählte AusZeit sein, um jenseits von Erwartungsdruck wieder in Kontakt zu treten mit den wirklich eigenen Fragen und Bedürfnissen. Wenn Sie sich für längere Zeit Gespräche dieser Art gönnen, dann haben Sie die Chance Ihre eigene persönliche Burnout-Präventionsstrategie zu erarbeiten, Schritt für Schritt. Auf diese Weise können Sie lernen, Ihre Prioritäten zu überdenken, neu auszurichten. Die Frage nach einem guten, glücklichen Leben wird dabei Ihr Leitstern sein.
Philosophische Gesprächskreise dieser Art wird es bald in Bonn, Köln und Frankfurt geben. Schreiben Sie mir bitte eine Mail, wenn Sie sich dafür interessieren.
Der Reifegrad von Menschen und Organisationen entscheidet darüber, welche Methoden und Techniken bevorzugt gewählt werden, um von A nach B zu kommen. Oder um da zu bleiben, wo man gerade ist, weil Veränderung als bedrohlich erlebt wird. Je reifer und komplexer also, desto individueller und situationsbezogener sind die Maßnahmen und das Reflexionsniveau. Das entspricht meiner Wahrnehmung und Erfahrung.
Weltweite Krisen und Skandale machen deutlich, dass alte Werte mit äußerster Dringlichkeit NEU überdacht und in Prozesse integriert werden sollten. Ein WerteCoaching betrachte ich da für viele Führungskräfte als wesentlich notwendig. Unternehmen sind gut beraten, wenn sie in ihren tragenden Werten - sofern bekannt - Konsens haben.
Leider zeigt die Praxis immer noch, dass viele Entscheider Gesprächsrunden oder 4Augen-Gespräche im übenden gemeinsames Nachdenken als Luxus ansehen. Im operativen Alltagsgeschäft ist die Zeit oft viel zu beschleunigt, um Auszeiten gekonnt setzen zu wollen. Zuviele Ängste stehen dazwischen. Was ist zu tun?
Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass die Sehnsucht nach Wert- und Sinnfragen in den letzten Jahren in jedem meiner Coachings eine zentrale Rolle gespielt hat. Ich werde mich auch in Zukunft verstärkt auf wertbasierte ethische Dilemma-Situationen im unternehmerischen Alltag focussieren.
Es begab sich zu einer Zeit…Die Geschichte vom 18. Kamel
“Ein Wesir hatte 3 Söhne. Als er starb, vermachte er seinen 3 Söhnen seine 17 Kamele mit folgendem Testament: Der Älteste möge die Hälfte der Kamele erhalten; der mittlere Sohn ein Drittel der Kamele und der Jüngste ein Neuntel der Kamele. Die Söhne fragten in allen Himmelsrichtungen alle Mathematiker des Landes, keiner konnte das Problem lösen. Da es keine Antwort gab, fragten sie einen Weisen.
Der weise Mann dachte kurz nach und sagte: ich besitze ein einziges Kamel und das gebe ich euch hinzu, dann könnt ihr teilen.
Durch diese Weisheit kam zu den 17 Kamelen ein 18. Kamel hinzu und… nun konnten die Brüder teilen: der älteste Bruder bekam die Hälfte von 18, also neun Kamele; der mittlere Bruder bekam ein Drittel von 18 , also sechs Kamele; der jüngste Bruder ein Neuntel von 18, also zwei Kamele. Sie addierten: 9 plus 6 plus 2 = 17 - ein Kamel blieb übrig und der Weise bekam sein 18. Kamel zurück.
Ich verstehe das 18. Kamel als Mediator, der zu einem Streit als neutraler “Dritter” hinzugezogen wird. In dieser Geschichte wird das 18. Kamel nur benötigt, um die Teilung vorzunehmen, d.h. eine stimmige gerechte Lösung für alle zu finden. Danach zieht der Mediator sich zurück…er macht sich durch gute Arbeit überflüssig.
„Wer glücklich leben will, muss sich mehrmals neu erfinden.” Konfuzius
“Das Schwierige ist nicht, Dinge zu machen, sondern die Bedingungen zu schaffen, unter denen man auf Dinge verzichten kann.” Intelligente Askese – frei nach Constantin Brancusi (1875-1957)
Persönliches Coaching: Ein Labor-Tag zur Überprüfung eigener Arbeitswünsche und Gründungsideen
TERMIN: nach persönlicher Absprache
Dieser Labor-Tag der Zukunftspioniere ist ein geistiges Workout zur effektiven Überprüfung der eigenen Arbeitszufriedenheit und von Ideen zur (Komponenten)Gründung eines Unternehmens.
Gute Gründe, daran teilzunehmen:
Sie sehen die Notwendigkeit, angesichts gesellschaftlicher und globaler Krisen Ihre Zukunft zu überdenken und auf Nachhaltigkeit zu überprüfen.
Sie sind unzufrieden mit Ihrer beruflichen Situation und möchten etwas verändern.
Sie verspüren das Bedürfnis, Ihre Werte und Lebensentscheidungen zu befragen oder neu zu vermessen.
Sie möchten herausfinden, wie Selbsterkenntnis zu Wertschöpfung führt.
Sie haben vor, Ihren „Lebenszufriedenheits-Sollwert“ aufzubessern.
Sie sind entschlossen, Ihre Intelligenz intelligenter einzusetzen und sinnvoller – nützlicher – ergiebiger zu arbeiten
Sie möchten Ihre Intelligenz auch anderen zur Verfügung stellen.
Sie suchen Wege aus einer beruflichen Sinnkrise.
Sie haben eine Idee zur Gründung eines eigenen Unternehmens und wollen sie klugen, interessierten und unterstützend-kritischen Menschen vorstellen, um weiterhelfende Resonanz zu bekommen.
Sie sehnen sich danach, Ihre Kraft wieder zu spüren und Ihre schöpferische Energie auszuleben. Weiterlesen »
Die Frage, die direkt ins Zentrum führt, lautet: Was machen die Erfolgreichen anders?
Nach all den Jahren, in denen viele versuchten Best Practice Ansätze zu kopieren, um dann doch nach einiger Zeit gnadenlos mit dem eigenen Sein und Können konfrontiert zu werden, gibt es mittlerweile neue Forschungsergebnisse, die besonders die Persönlichkeit des oder der Gründer in den Focus nimmt. Das kann ich nur begrüssen, denn auf den immer noch für den Erfolg unterschätzten Soft Skills liegt mein eigener Schwerpunkt im Coaching schon lange.
Aus einer Synopse internationaler Studienen zum Thema Entrepreneurship ergeben sich 16 Faktoren, die für Erfolg relevant zu sein scheinen. Hier erstmal nur in der Aufzählung:
1. Demografische Faktoren
2. Persönlichkeitsmerkmale wie: Kreativität, Intuition, Eigeninitiative, Konfliktfähigkeit, Risiken eingehen können, positive Einstellung, Fähigkeit sich motivieren und verhandeln zu können…
3. HR: gute Ausbildung, berufliche Erfahrungen und Fähigkeiten
4. ein brilliant durchdachtes Geschäftskonzept
5. Eine gute Teamkonstellation - und die Fähigkeit es zu führen
6. Unternehmerisches Denken und Handeln
7. Netzwerke zu nutzen und aufzubauen - und die Bereitschaft, Rat anzunehmen, sich coachen zu lassen
8. Eine solide durchdachte Finanzierung
9. Eine marktorientierte Nischenstrategie, klasse Marketing und systematische Planung
10. Die Struktur sollte professionell und flexibel auf sich verändernde Situationen reagieren können
11. Ein stimmiges, wohlwollendes mikrosoziales Umfeld
12. Es sollte / muss Marktchancen geben
13. Eine förderliche Entrepreneurship-Kultur
14. Ein Standort, der für Netzwerk-Cluster geeignet ist
15. Eine geeignete Branchenstruktur
16. Ein unterstützendes, förderliches gesamtwirtschaftliches Umfeld
Viele, viele Fragen und Prüfungen in der Vorgründungsphase. Ergänzen möchte ich noch die Zeitdimension und die angemessene Reflexion von “Rückschlägen”. Das sind noch wichtige Faktoren, die grossen Einfluss auf das Selbstbild haben.
Und wo lernt man dass alles? An Schule oder Universität?…NO. Aber vielleicht bald bei den Zukunftspionieren.
Wenn ich mit Unternehmern und Entrepreneuren spreche fällt mir auf, dass die Tendenz von den eigenen Erfolgen zu sprechen den vielfach vorhandenen steinigen Weg zum Ziel in der Wahrnehmung verzerrt. Wie es wirklich war, erfahre ich oft erst durch mehrfaches nachfragen in einer vertrauensvollen Situation. Und warum das so ist, hat mit der immer noch vorhandenen Ansicht und öffentlichen Meinung zu tun, eine gewisse Verachtung für Scheitern und Mißerfolge zu pflegen. Man will halt gerne als Sieger dastehen, als jemand, der immer alles weiß und richtig gemacht hat. Das erzeugt Beachtung und Wertschätzung.
Ich finde das langweilig. Und…ehrlich gesagt, meine Lebenserfahrung sagt mir, dass es lehrreicher, ehrlicher und menschlicher ist, wenn der Geschmack der Unsicherheit, Krise und Ungewissheit in der Erzählung erhalten bleibt. Denn genau das ist der Unterschied zwischen Management und unternehmerischem Denken und Handeln. Deswegen lohnt es sich für viele kluge und kreative Köpfe über Entrepreneurship nachzudenken, über den Mut, den es braucht, um sozial-ökomomische Lösungen zu finden, die uns alle weiterbringen - und dabei viele Schwierigkeiten auf dem Weg in Kauf zu nehmen.
Deshalb ist das Lernpotential in bewältigten Krisen um ein vielfaches höher, als das ewige Herunterleiern von Erfolgs- und Siegertypen, die oft nur nicht den Mut haben, die Wahrheit zu erzählen.
Lassen Sie doch andere an Ihrem Scheitern und den Erkenntnissen, die Sie daraus gezogen haben, anteilnehmen. Dann kommt das Neue noch schneller in die Welt - aber jeder kann seine eigenen Erfahrungen damit machen.
Sie wissen doch: es gibt nichts Gutes, außer man tut es.
Als Coach und Mediator in der Wirtschaft begegnen mir oft verschiedene Erscheinungsformen von Intelligenz, die ich auch in “Typen” einteilen könnte. ( Hilfreich in diesem Zusammenhang ist das Enneagramm. ) Hier zurerst nochmal die drei gängigsten Unterteilungen:
1. IQ - Intelligenz Quotient = serielles Denken ( Bis Mitte der 1990er Jahre war der IQ die einzige Definition von Intelligenz und der IQ-Test die einzige Möglichkeit der Messung )
2. EQ - Emotionale Intelligenz = assoziatives Denken ( Der Begriff wurde Mitte der 1990er Jahre von Daniel Goleman geprägt. Er bezeichnet die Fähigkeit, andere Menschen wirklich zu verstehen und mit ihnen in Beziehung zu treten. Diese Intelligenz agiert Schwerpunktmäßig auf der Basis der Gefühle. )
3. SQ - Spirituelle Intelligenz = Quantendenken ( Def.: abgeleitet vom lat. “spiritus”, Geist, der allem Lebendigen innewohnt oder von dem griech. “sapientia”, was Weisheit bedeutet.) Man versteht darunter 40-Hz-Wellen in 40 Zyklen pro Sekunde, die über das ganze Gehirn verlaufen und die Aufgabe versehen, einzelne Informationen und Bilder zu einem Ganzen zusammenzufassen. Der SQ läßt Menschen Fragen stellen wie: Was ist der Sinn meines Lebens? Was ist meine Aufgabe in der Welt?… Im Unterschied zu IQ und EQ erfindet der SQ neue Regeln, das heißt, der Mensch bricht mit dem Konventionellen und schafft ein neues Paradigma. Der SQ ist demnach unsere innovativste Intelligenz.
Nach Danah Zohar, Quantenphysikerin und Hirnforscherin, unterscheidet man beim SQ
zwölf Merkmale:
1. Self-Awarness - Bewusstsein seiner selbst: Wissen, woran man glaubt, was man wertschätzt und was einen zutiefst motiviert.
2. Spontaneity - Spontanität: Den Augenblick leben und auf dessen Erfordernisse antworten.
3. Vision and value led - geführt von Visionen und Werten: Handeln aufgrund von Prinzipien und innerer Überzeugung, die man glaubwürdig lebt.
4. Holism - Ganzheitlichkeit: Übergreifende Muster, Beziehungen und Verbindungen wahrnehmen; einen Sinn für Zugehörigkeit haben.
5. Compassion - Mitgefühl: Mitfühlen können und tiefe Empathie empfinden.
6. Celebration of diversity - Unterschiedlichkeit wertschätzen: Menschen aufgrund ihrer Andersartigkeit wertschätzen
7. Field independence - Gegen-den Strom-schwimmen: Sich gegen die Masse stellen und die eigene Überzeugung vertreten.
8. Humility - Demut: Einen Sinn dafür haben, dass man Mitspieler in einem größeren Drama ist und welchen Platz man in der Welt hat.
9. Tendency to ask fundamental why - Fragen nach den Ursachen stellen: Das Bedürfnis die Dinge zu verstehen und ihnen auf den Grund gehen zu wollen.
10. Ability to refraime - Die Fähigkeit, die Dinge in einen neuen Kontext zu stellen: Die Situation oder das Problem mit Abstand betrachten, das größere Bild wahrnehmen; Probleme in einem größeren Kontext sehen.
11. Positive use of adversity - Widerstand positiv nutzen: Aus Fehlern, Rückschlägen und Leid lernen und daran wachsen.
12. Sense of vocation - sich berufen fühlen: Sich berufen fühlen, zu dienen und etwas zu geben.
Wir wollen in der gegenwärtigen Wirtschaftskrise über nachhaltige Bildung reden? Sie fragen sich in Ihren Unternehmen und Organisationen, welche Führungskräfte “die Richtigen” wären und ob ein MBA als Zusatzqualifikation reicht?…Überprüfen Sie Ihr Curriculum. Wenn Ihre Führungs- und Bildungsziele nicht zu oben erwähnten Ergebnissen führen - überarbeiten Sie es. Holen Sie sich Ünterstützung dabei von Menschen, die diese achtsame Haltung schon länger praktizieren. Viel Erfolg und Glück!!
Krise als Chance!!! So könnte man das sehen. Die Stimmen seriöser Berater und Analysten mit ethischem Fundament die befürchten, dass “Business as usual” nach den großen spektakulären Berichten wieder einkehren wird, mehren sich aber verstärkt.
Vielleicht dazu ein Zitat des Philosophen Nietzsche: “Die einzige Arbeit, die auf Dauer wirklich lohnend ist, ist die Arbeit an sich selbst.” Heute würde man das wirklich Nachhaltig nennen.
Es immer schon schwerer gewesen, sich mit “Anti-Mainstream-Themen” auf dem Markt durchzusetzen. Das weiß ich aus langjähriger Erfahrung. Manche Netzwerke zu “Knacken” und das wirklich erfrischend NEUE einzuspeisen, ist energetische Berserkerarbeit. Und so bleibt auch in Zukunft der Kampf um Aufmerksamkeit, um Wahrgenommen- und Gehört werden eine tägliche Herausforderung, die good people morgens aus den Betten bringt. World Change is coming.