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Geschafft. Wir haben neue Termine anzubieten für unsere Resilienz Tage: 21 Stunden Prozess non stop! Wir machen bewusst keine klassischen Seminarzeiten mit Unterbrechungen im üblichen Modus.

23. + 24. September und 21. + 22. Oktober 2017

Hier geht es zur Ausschreibung.

Ja richtig. Am 18. Juni war der internationale Tag der Mediation. Einen Tag zuvor haben wir in unserem Gemeinschaftsgarten in Bonn den Tag der offenen Gesellschaft gefeiert. Über 60 Menschen kamen und es ging am offenen Feuer bis in die Nacht hinein.

Mediation…muss man das noch erklären? JA – hier. Ein Bundesgesetz zu Mediation haben wir mittlerweile auch und die Qualifizierung von Mediatoren und die damit verbundene Zertifizierung greift ab dem 01. Juli 2017.

Natürlich treffe ich im Alltag immer noch in vielen Situationen auf Menschen, die zwar davon gehört – selbst aber noch nie Erfahrungen damit gemacht haben.

Daher noch folgenden Hinweis in eigener Sache: Ethik entsteht selten bis nie in der dünnen Luft der Theorie, sondern der wahre Ort ist die stickige Atmosphäre konkreter Konflikte. Sie ist gebunden an konkrete Orte der Entscheidungen – immer Work in Progress.

Moralische Luftverschmutzungen zu reinigen, ist oft Teil des Jobs. Der Ort ethischer Reflexion ist dort, wo Sie es fast nie erwarten – es trifft Sie überraschend und die Haltung des frameholders – des Mediators – entscheidet immer mit darüber, ob es gelingt.

Wie sagte der wunderbare Schriftsteller Friedrich Dürrenmatt:

Das Wirkliche ist nur ein Sonderfall des Möglichen und deshalb auch anders denkbar. Daraus folgt, dass wir das Wirkliche umzudenken haben, um ins Mögliche vorzustoßen.

Und das ist notwendige Arbeit!!


Anfang Mai, bei unserem Wochenende „Resilienz für Kriegsenkel in beruflicher Verantwortung“ am Benediktushof, entstand aus der Dynamik des Geschehens heraus ein neuer Schreib-Impuls:Um die Wende vom Leiden an den eigenen Beschädigungen hin zur Ressourcenperspektive zu unterstützen, luden wir die Teilnehmenden ein, spontan einen Liebesbrief an ihre „Macke“ zu schreiben. An ihren Schatten, ihre Schwäche, die eigene „Unperfektheit“; an das, was sie am meisten nervt und am leichten Leben hindert.

Was entstand, waren Briefe an eine Krankheit und an (Verlust-)Ängste, an die eigene Fluchttendenz, innere Ohnmacht und an das grenzenlose Verantwortungsbewusstsein. Bezaubernde kurze Dokumente voller Zorn und warmherziger Verzweiflung, voller zerzauster Zuneigung und selbstironischem Witz, voller Entschlossenheit und Akzeptanz.

„Ich lasse das Leiden nicht gehen, bevor es mir nicht sein Geheimnis verraten, seinen Schatz offenbart hat“, sagte einmal sinngemäß ein israelischer Rabbi. In diesen  – aus dem Moment heraus – entstandenen Liebesbriefen blitzten die Schätze in den Beschwernissen auf, die unser Kriegsenkel-Sein zu einer so speziellen Ressource machen.

Einiges mehr zu unserem Ansatz „Resilienz für Kriegsenkel“ haben wir in einem Beitrag zu dem Sammelband NEBELKINDER                          aufgeschrieben.

Das nächste Mal sind wir zu diesem Thema am 6.-9. Februar 2018 am Benediktushof, dann mit einem Angebot für Kriegsenkel in Führungsverantwortung.

Was hat die Kunst des achtsamen Älterwerdens mit Bäumen und Spiral-Drehung zu tun?

lesen Sie hier…

4 Augen in Präsenz

Die Begegnung. Das Szenario.

Zwei Stühle – ein Tisch – geschützter Raum um uns – Kreativmaterial für Ideenflüge – Präsenz ( wirklich achtsam anwesend, hellwach, zugewandt, neugierig, lauschend – deep listening, fragende Haltung…kein Downloading) – lecker Tee oder Cafè, Zeitdehnungserfahrung, eine Menge Empathie und Loyalität, systemisches Denken als gutes Handwerk, die Tiefe und Ruhe einer reflektierten Erfahrung, Herzeswärme, vielleicht ein Gefühl des Ankommens…des Verstanden werden…

Bereitschaft und Offenheit, sich einlassen auf Neues, Unbekanntes, Überraschendes…auf spielerische Entwürfe, Rapid Prototyping – vor dem Reality Check, dem Proof of Concept

Manche nennen es Coaching…

Stimmt die Chemie zwischen uns, wird <es<, werde ich für dich nützlich und hilfreich sein. Mir ist egal wie es heißt. Denken wir uns doch was aus…

Die weltweiten Krisen sind nur ein Ausdruck davon, dass viele Menschen – egal an welcher Stelle und in welcher Position – was im menschlichen Leben von wesentlicher Bedeutung ist. Das soziale Gehirn bekommt zu wenig Dünger. Emotionale Balance kann nur durch die Kraft des Geistes erzeugt werden – und diese Fähigkeit ist trainierbar.

„Wenn wir uns daher, sooft von Achtsamkeit die Rede ist, nicht auch in unserem Herzen angesprochen fühlen, werden wir mit großer Wahrscheinlichkeit das Wesentliche verfehlen.“ So Jon Kabat Zinn

Alle wissenschaftlichen Studien zum Thema Achtsamkeit deuten klar darauf hin, dass Selbstmitgefühl/Selbstliebe ein zentraler Schlüssel für geistige Gesundheit ist. Wirkliche Heilung ist ohne Selbstmitgefühl gar nicht möglich. – Es lohnt sich, darüber nachzudenken, denn mangelndes Selbstmitgefühl ist das große Symptom einer traumatisierten Nation.

Wenn du mit dir selbst dabei in deine innere Welt eintauchen willst, dann stell` dir dir großen Fragen:

Verstehst du dich selbst?

Was machst du mit deinem Leben?

Wie willst ab jetzt deine restliche Lebenszeit verbringen?

Resilienz in Aktion – wunderschön und wundersames Wort.- Achtsamkeit lässt sich trainieren – Resilienz auch. Noch besser ist beides zusammen zu praktizieren. Mitfühlendes Handeln – das wäre reife Resilienz – der Welt mutig entgegenzutreten und Probleme direkt da lösen, wo sie entstehen. Was für ein klasse Vorbild für Generativität, die die Welt leichtfüssig verändern würde.

Auf großartige Wörter und praktische Übungswege  kann man sich bei Resilienz in Aktion einlassen: Selbsterkenntnis und Selbstliebe, Selbstakzeptanz, selbstgesteuerte Neuroplastizität, innere Sicherheit und Vertrauen erzeugen, seelisches Gleichgewicht verlieren und wiederfinden, somatische und emotionale Intelligenz entwickeln, resilient durch positive Emotionen, Weltwahrnehmung, kluge Entscheidungen treffen, an der eigenen Präsenz arbeiten, tiefes Zuhören und Reflexion üben, Mitgefühl leben und reichlich verschenken, Reaktionsmuster verändern, Impuls-/Affektkontrolle üben, der Weisheit des Seins vertrauen und darin gelassen ruhen…u.v.m

Kann man das wirklich nicht wollen?

Vielleicht sind folgende Fragen eine Entscheidungshilfe.

  • Hast du Freude an dem, was du tust…und wie du es tust?
  • Was sind deine tiefsten Wünsche und Leidenschaften – lebst du sie?
  • Bei welcher total verrückten Aktivität lacht dein Herz – wenn du dich so darin siehst?
  • Will deine Seele das auch?

Finde deine persönliche Antwort auf diese Fragen.

Was für eine fantastische Arbeit. Mit Liebe gemacht und voller Sinn – für mich und für andere.

Die weltweiten Krisen, die täglich in unsere Wahrnehmung gedrängt werden, machen sehr deutlich, dass viele Menschen nicht mehr wissen, was in ihrem Zusammenleben mit anderen tatsächlich von wesentlicher Relevanz ist. Fragen wie:

  • Was macht mich glücklich und zufrieden? – selbstverständlich ohne andere zu verletzen oder einzuschränken
  • Was soll ich tun – was lieber unterlassen (Unterscheidungskraft)?
  • Was ist menschlich wert- und sinnvoll (jenseits von Eigeninteressen)?
  • Welche Zukunft will ich mitgestalten – wie will ich (mit anderen) leben?
  • Wer braucht meine Hilfe – wem oder bei was kann ich nützlich sein?
  • Warum soll ich noch zur Wahl gehen – die Demokratie ist weltweit in der Krise…u.v.m.

…sind im Alltag keine selbstverständlichen Themen mehr.

Deep Listening, aktives mitfühlendes Zuhören (können), scheint nur noch in Ausnahmesituationen möglich zu sein. Doch an besonderen Orten können Suchende das in Begegnungen trainieren: Seelsorge, Hospizarbeit, Krankenhaus, Coaching, Mediation, biografische Schreibwerkstätten, Achtsamkeits- und Resilienztrainings…

Der Dalai Lama rät: Bewerte deine Erfolge daran, was du aufgeben musstest, um sie zu erreichen. – Bewusster Verzicht durch Entscheidung erhöht den Wert. Besonders wenn du es zum Wohl für jemand anderen tust. Denn jede schwierige Situation, die du jetzt für dich oder mit anderen meisterst, bleibt dir in Zukunft erspart.- Der Alltag als Ort des Erwachens.

?Was sind Menschen für dich – jenseits von blabla?